Das Thema Verhütung betrifft fast jede Frau.

Ein individuelles, ausführliches Beratungsgespräch soll es Ihnen erleichtern, die optimale Methode der Verhütung passend zu ihrer Lebenssituation zu wählen.

Eine Frau mit Verhütungswunsch steht heute einer Fülle an verschiedenen Methoden gegenüber. Es gibt inzwischen viele Frauen, die möglichst „natürlich“. d.h. ohne Hormone egal wie alt sie sind oder ob sie bereits geboren haben, möglichst nebenwirkungsfrei, diskret und sicher Verhütung möchten.

Ein individuelles, ausführliches Beratungsgespräch soll es Ihnen erleichtern, die optimale Methode der Verhütung passend zu ihrer Lebenssituation zu wählen.

GyneFix® ist eine neue, hormonfreie Verhütungsmethode. Ich konnte damit bereits vor Jahren im Ausland beste Erfahrungen sammeln. Da diese Verhütungsmethode in Österreich neu ist, möchte ich diese Methode genauer vorstellen.

Eine Frau mit Verhütungswunsch steht heute einer Fülle an verschiedenen Methoden gegenüber. Es gibt inzwischen viele Frauen, die möglichst „natürlich“. d.h. ohne Hormone egal wie alt sie sind oder ob sie bereits geboren haben, möglichst nebenwirkungsfrei, diskret und sicher Verhütung möchten. Die sich eine Spirale einsetzen lassen und für fünf Jahre nicht an Verhütung denken möchten.

Das Verhütungskettchen Gynefix gehört zur Familie der Spiralen und ist eine Methode zur Schwangerschaftsverhütung, die ganz ohne Hormone auskommt.

Es verhütet dort, wo es soll in der Gebärmutter. Im Gegensatz zur herkömmlichen Spirale ist das Verhütungskettchen rahmenlos und daher flexibler, es führt daher speziell bei Frauen, die noch keine Kinder geboren haben und deren Gebärmutter daher noch etwas kleiner ist, kaum zu Beschwerden wie verstärkte Blutungen oder Schmerzen während der Periode.

Die Gynefix ist eine Minikupferspirale und besteht aus vier kleinen Kupferperlen verbunden mit einem zarten Kunststofffaden, sie ist 2 cm lang und 1 mm breit. Die genaue Wirkungsweise der Gynefix/Spirale ist nicht endgültig geklärt. Man geht davon aus, dass sich durch das Kupfer der Schleim am Muttermund sowie der Gebärmutterschleim verändern. Dadurch haben es zum einen Spermien schwer, zur Eizelle vorzudringen. So wird eine Befruchtung der Eizellen verhindert, ohne dass der natürliche Hormonhaushalt (Menstruationszyklus oder Eisprung) beeinträchtigt wird. Zum anderen können sich möglicherweise dennoch befruchtete Eizellen nicht einnisten. Die Kupferkette wird vom Frauenarzt am oberen Ende der Gebärmutter verankert.

Die Verhütung wirkt über 5 Jahre.

Aus medizinischer Sicht zählten Spiralen schon immer zu den sichersten Verhütungsmethoden. Besonders ältere Spiralenmodelle verursachten jedoch durch ihre starre Form (hatten die Form eines T) und Größe Unannehmlichkeiten wie Schmerzen, starke Blutungen. Das Kupferkettchen hingegen ist durch seine Form und Größe viel beweglicher und anpassungsfähiger. Untersuchungen zeigten, dass die Menstruationsblutungen im Gegensatz zu anderen kupferhaltigen Spiralen nur wenig verstärkt und verlängert waren. Ebenso traten unter GyneFix® bisher nur sehr wenige Infektionen auf. Es ist daher auch besonders für junge Frauen geeignet, die noch nie geboren haben. Es wird auch viel seltener ausgestoßen, da es von der Gynäkologin/dem Gynäkologen am oberen Ende der Gebärmutter verankert wird.

Wenn die Gynefix in der Gebärmutter liegt, gehört sie zu einer der sichersten Verhütungsmethoden.
Studien zeigten, dass von 1000 Anwenderinnen innerhalb eines Jahres drei unter GyneFix
® schwanger wurden, im Vergleich: unter der Pille sind es bis zu neun, bei der Verwendung von Kondomen sogar bis zu 120 Frauen pro Jahr.

Gynefix wird jedoch in ca. 5 - 10 % aller Fällen innerhalb von einem Jahr verloren. Am häufigsten kommt dies während des ersten Monats vor, es kann jedoch auch zu jeder anderen Zeit während des ersten Jahres auftreten. Nach einem Jahr jedoch, ist die statistische Wahrscheinichkeit das Kettchen zu verliern nieriger, im Vergleich zu anderen Spiralen.

Meist wird dies von der Trägerin oder vom Partner beim Geschlechtsverkehr bemerkt, es kann jedoch auch zu einem unbemerkten Verlust und folgedessen zu einer unerwünschten Schwangerschaft kommen. Um eine unbemerkte Ausstoßung so rasch wie möglich auch zwischen den Kontrolluntersuchung zu bemerken, wird eine regelmäßiges Tasten des Fadens, der ca. 2 cm aus dem Gebärmutterhals in die Scheide ragt, empfohlen (im ersten Jahr nach jedem Geschlechtverkehr/nach der Periode).

Sollten Sie außer den Faden harte Kupferteilchen oder gar keinen Faden tasten, so ist eine umgehende Kontrolluntersuchung empfohlen.

Sollten Sie das Kettchen verloren haben und Geschlechtsverkehr gehabt haben, so setzen Sie sich mit mir sofort in Verbindung, an einem Wochenende oder bei Unerreichbarkeit ist es zu überlegen, gleich die Pille danach einzunehmen.

Kein Verhütungsmittel gewährt einen 100 % Schutz under der behandelnde Arzt kann bei einer ungewollte eingetretenen Schwangerschft und die draus resultierenden Konsequenzen nicht haftbar gemacht werden.


Studien zeigten, dass 95 % der Frauen welche GyneFix einmal verwendet haben, bei dem Verhütungskettchen geblieben sind. 

Aufgrund der jedoch doch relativ hohen Verlustrate ist das Verhütungskettchen eher nur jungen Frauen, die noch nicht geboren haben, zu empfehlen.

Frauen, die bereits geboren haben, vertragen in der Regel auch „normale Spiralen“, die eine geringere Verlustrate haben, ohne dass vermehrt Nebenwirkungen wie Schmerzen oder Blutungen auftreten. Nach vorangegangenen Schwangerschaften und Geburten sind daher normale Spiralen (z.B. die kleine Goldspirale) der Gynefix vorzuziehen.

GyneFix® schützt nicht vor sexuell übertragbaren Erkrankungen wie AIDS und Hepatitis B. Frauen mit wechselnden Sexualpartnern sollten als zusätzlichen Schutz ein Kondom benutzen.



Der ideale Zeitpunkt um GyneFix® einzusetzen, ist während der Periode oder kurz danach, da der Gebärmutterhals zu diesem Zeitpunkt weit ist, und das Einlegen daher einfacher funktioniert. Frauen, die bereits eine sichere Verhütungsmethode wie die Pille oder die Kupferspirale haben, können GyneFix® zu jedem Zykluszeitpunkt einsetzen lassen, wobei trotzdem der Zeitpunkt während der Periode am schonensten ist.

Beim Einsetzen wird der Gebärmutterhals mit einem Betäubungspray (selber Inhaltsstoff wie bei der Betäubung vom Zahnarzt) besprüht, Nach ca. frühestens einem Monat (nach der nächsten Periode) sollte eine Kontrolluntersuchung durchgeführt werden, um die Lage der Gynefix zu kontrollieren. Bis dahin bitte aus Sicherheitsgründen mit Kondomen verhüten.

Das Entfernen der Gynefix kann jederzeit während des Zyklus erfolgen. Es ist hierfür keine besondere Vorbereitung notwendig, die Gynefix wird am Faden rausgezogen. In 1 von 1000 Fällen kann beim Versuch die Gynefix zu entfernen der Faden abreißen, in diesem Fall wird die Gynefix mit einer speziellen Zange geborgen. Falls dies nicht gelingt, muß das Kettchen in Narkose entfernt werden.

GyneFix® ist von entscheidender Bedeutung für die Notfallverhütung nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr. Es kann bis zu fünf Tage danach (in einigen Fällen evtl. sogar später) eine Schwangerschaft verhüten und gleichzeitig für die Zukunft eine sichere dauerhafte Verhütung gewährleisten.

Unmittelbar nach dem Einsetzen der GyneFix® kann es an den ersten Tagen zu leichten Schmierblutungen kommen, die sich jedoch bald normalisieren.

  • Sie sollten die erste Woche nach dem Einsetzen keine Vollbäder nehmen, keine Tampons verwenden und auch keinen Geschlechtsverkehr haben.

Da der Körper sich erst an die GyneFix® gewöhnen muss, kann es in den ersten Zyklen mit GyneFix® zu einer leicht verstärkten Blutung oder Zwischenblutungen kommen. Tampons sollten erst wieder ab dem 2. Zyklus für die Monatshygiene verwendet werden. Die Verstärkung der Monatsblutung ist unter der GyneFix® jedoch ein geringer Faktor, da die Verträglichkeit der GyneFix® im Vergleich zur normalen Spirale  höher ist.

Das Risiko aufsteigender Infektionen erhöht sich, wenn Frauen häufig ihre Sexualpartner wechseln. Verantwortlich dafür ist das Fadenende der Kupferkette - für Keime eine Brücke zwischen Scheide und Gebärmutter. Bei Frauen in festen Beziehungen lässt sich keine erhöhte Infektionsrate feststellen.

Bei ca. sechs Prozent der Frauen kommt es zu einer Ausstoßung der Spirale im ersten Monat (siehe Punkt - wie sicher ist die Gynefix) nach der Spiraleinlage, d.h. es wird eine Ultraschallkontrolle ca. ein Monat nach Einlage empfohlen. Bis dahin bitte zuätzlich mit Kondomen verhüten!

Unmittelbar nach dem Einlegen kommt es gelegentlich zu leichten Blutungen oder Schmerzen, die aber harmlos sind, sowie sehr selten zu leichten Kreislaufbeschwerden oder Übelkeit. Vereinzelt tritt beim Einlegen eine kurzzeitige Ohnmacht auf, wie sie auch bei der Blutabnahme vorkommen kann, ohne dass sich daraus weitere Komplikationen ergeben. Um dem vorzubeugen ist es wichtig, vor dem Einsetzen etwas gegessen und etwas getrunken zu haben.  Bitte bleiben Sie nach dem Einsetzen mindestens 30 Minuten im Wartezimmer. Nehmen Sie bitte zum Einsetzen eine Begleitperson mit, die Sie anschliessend nach Hause bringt.


Beim Austasten der Gebärmutter mit der Sonde und/oder beim Einlegen einer Spirale kann die Gebärmutterwand in sehr seltenen Fällen durchstoßen werden. Meist genügt dann eine kurzzeitige Überwachung. Auf das Einlegen einer Spirale wird in diesem Fall verzichtet, ist sie bereits gelegt, muss sie gezogen werden.

Sehr selten verändert die Spirale infolge der Bewegungen (Kontraktionen) der Gebärmuttermuskulatur ihre Lage (Dislokation), sie kann in die Gebärmutterwand eindringen und diese auch durchwandern (Perforation). Die Gynefix muss dann operativ im Krankenhaus entfernt werden (durch eine Bauchspiegelung)

Eine Ausstoßung ist möglich, sie erfolgt meist innerhalb des ersten Jahres, vor allem im ersten Monat, bevorzugt während der Monatsblutung.

Kommt es trotz Gynefix zu einer Schwangerschaft, sollte sie entfernt werden, da sich sonst das Risiko für eine spontane Fehlgeburt oder Frühgeburt erhöht. Allerdings kann auch das Entfernen eine Fehlgeburt auslösen. Im Falle einer Schwangerschaft wird Ihre Frauenärztin Sie über die weitere Vorgehensweise und Risiken informieren.

Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter (z.B. im Eileiter) lassen sich durch eine Spirale nicht vermeiden.

Unregelmäßige Schmierblutungen könne in den ersten Monaten nach dem Einlegen der Gynefix auftreten. In den meisten Fällen verschwinden diese jedoch von selbst, selten können diese jedoch auch anhalten.

In seltenen Fällen können nach der Einlage von Spiralen (sowohl Kupfer-, Gold- oder Hormonspiralen) Bakterien von der Scheide in den Uterus gelangen, falls Sie starke Schmerzen oder Fieber bekommen, melden Sie sich umgehend bei einem Arzt, am Wochenende in einer gynäkologischen Abteilung eines Krankenhauses! Nicht behandelte Infektionen im Bereich von Gebärmutter und/oder Nachbarorganen können bei liegender Kupferspirale schwerer verlaufen und unter Umständen bleibende Kinderlosigkeit zur Folge haben. Häufiger Partnerwechsel ohne das verwenden von Kondomen erhöht das Infektrisko.

Keine Kupferkette sollten Frauen anwenden, die
  • angeborene Fehlbildungen oder eine sehr kleine Gebärmutter haben
  • in der Vergangenheit eine Eileiterentzündung hatten
  • eine Kupferspeicherkrankheit (Mb. Wilson) oder eine Kupferallergie haben - hier ist die Anwendung von vornherein ausgeschlossen. 

Bitte unbedingt beachten!


Sollten Unterbauchschmerzen (z. B. Während der Monatsblutung, beim Geschlechtsverkehr), Ausfluss oder anders nicht erklärbare erhöhte Temperaturen (über 38 Grad C) auftreten – insbesondere in den ersten 4-6 Wochen nach dem Einlegen der Gynefix, informieren Sie bitte sofort Ihre Frauenärztin, bei nicht erreichen wenden Sie sich bitte umgehend an das nächste Krankenhaus (Gynäkologische Ambulanz).


Bitte halten Sie die ärztlichen Kontrolltermine ein!


Die Spirale sollte nach dem vom jeweiligen Hersteller in seinen Verwendungshinweisen genannten Zeitraum entfernt und ggf. durch eine neue ersetzt werden.


Fachärztin für GYNÄKOLOGIE
und GEBURTSHILFE

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