Was ist eigentlich die Spirale?

Empfängnisverhütung durch Einlegen von Fremdkörpern war schon im alten Ägypten, Griechenland und Arabien bekannt. Die erste Beschreibung findet man bei Hippokrates. Die Kupferspirale besteht aus einem Kunststoff/Faden, der mit Kupfer umgeben ist. Sie wird während der Periode eingesetzt und bietet zwischen drei und fünf Jahre lang sicheren Empfängnisschutz. Zur Gruppe der Kupferspiralen zählen u.a. das Kupferkettchen (Gynefix), die Kupferperlenschnur (IUB) und die Goldspirale. Die Goldspirale besteht aus einem gewebefreundlichem Plastikmateria,l einem Kupferdraht mit einem Goldkern. Gold wirkt zusätzlich keimtötend - in aktuellen Studien konnte jedoch kein Vorteil der Goldspirale gegenüber der Kupferkette nachgewiesen werden. Eine Spirale ist keine Abtreibungsmethode. Das Kupfer in der Gebärmutter hemmt die Beweglichkeit der Spermien und es kommt nicht zur Befruchtung.

Was sind die Vorteile der Spirale?

Die Spirale zeichnet sich durch große Sicherheit, eine geringe Größe und gute Verträglichkeit aus. Sie gehört zu den sicheren Methoden der Empfängnisverhütung. Laut Angaben der Erzeugerfirma liegt der Pearl-Index des Gold - IUP bei 0,7.
Die jüngste Generation von solchen IUPs sind kleiner und dennoch sicherer. Je größer die Metalloberfläche, desto besser die Schutzwirkung.  Es gibt keine hormonelle Beeinflussung und Störung. Die kleinste Größe (Mini) ist für Kupfer- und Goldspiralen meist ideal. Alles was unnötig groß ist, irritiert nur die Gebärmutter.


Was sind die Voraussetzungen für die Verhütungsmethode?

Da die Goldspirale größer und starrer ist als die Kupferkette sollten folgende Faktoren gegeben sein:
  • Normale Menstruationsdauer und – stärke (nicht länger als 6 Tage)
  • Keine schmerzhafte Regelblutung
  • Normaler gynäkologischer Befund

Bei stillenden Frauen kann die Spirale acht bis zehn Wochen nach der Geburt eingesetzt werden, ansonst erfolgt das Einsetzen bzw. Entfernen üblicherweise während der Menstruation. Die Fruchtbarkeit ist auch nach mehrjähriger Anwendung nicht beeinträchtigt. Nach der Entfernung der Spirlae sollte ca. 2 Monate gewartet werden, um zu versuchen schwanger zu werden.

Was ist der Unterschied zwischen der Spirale und der Kupferkette?

Die Kupferkette (Gynefix) hat den Vorteil, dass Sie kaum Schmerzen oder vermehrte Blutungen verursacht. Da die Gebärmutter von Frauen, die noch nicht geboren haben kleiner ist, wird sie daher besser vertragen. Allerdings hat die Kupferkette eine Verlustrate von 5%. Die Goldspirale kann, wenn eine Frau noch keine Kinder hat, vermehrt Schmerzen oder Blutungen verursachen, die Verlustrate ist dafür sehr gering.

Was ist die IUB (Intrauterinball) Kupferperlenschnur?

Vielversprechend, völlig neu am Markt und mit Anfang 2015 auch in Österreich erhältlich, ist die Kupferperlenschnur.  Sie besteht wie alle Spiralen aus Kupfer, die Kupferperlen sind jedoch auf einem Faden, der in der Gebärmutter die Form einer Kugel einnimmt, aufgefädelt. Es setzt ebenso wie die Kupferspiralen Kupferionen frei, die die Spermien an der Erreichung der Eizelle behindert werden. Der IUB soll besonders schonend für die Gebärmutter sein und weniger Nebenwirkungen als bisherige Spiralen verursachen (Schmerzen, Perforation,Blutungen). Das IUB  ist als Medizinprodukt in der Europäischen Union zugelassen und hat ein CE Zeichen.Seit 2013/2014 wurde sie weltweit ca. 50 mal gelegt - es gibt daher noch keine größeren klinischen Langzeitstudien. Ein Video dazu finden Sie unter: http://www.oconmed.com/










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